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Die unsichtbare Revolution — Wie 1996 die digitale Zukunft schon bereitlag

Sonstiges · Ausgangslage 1996

Das Faszinierende an 1996 ist nicht, was die Menschen täglich nutzten, sondern was bereits existierte, ohne entfaltet zu sein. [[Windows 95]] machte den Computer massentauglich, der [[Netscape Navigator]] öffnete das [[Internet 1996]], [[T-Online]] meldete im Februar den millionsten Teilnehmer, [[ICQ]] erschien im November und erfand die private Online-Kommunikation. Parallel standen die Medienformate der Zukunft in den Startlöchern: Das [[MP3-Format]] hatte seine Endung, der erste [[DVD]]-Player erschien, beide bedrohten die noch dominierende [[Audio-CD & VHS]]. Im Kinderzimmer kämpften [[PlayStation]] und [[Nintendo 64]] um die nächste Generation. Fast jede Schlüsseltechnologie unseres heutigen Alltags war 1996 vorhanden — nur noch nicht im Massenmarkt. Die Einsicht: 1996 ist der stille Moment vor der Explosion. Während die Gesellschaft mit Reformstau und Arbeitslosigkeit haderte und rückwärts auf die verlorene Sicherheit blickte, lag die Lösung vieler ihrer Standort- und Wachstumssorgen — die digitale Wirtschaft — bereits ungenutzt im Wohnzimmer. Der Kontrast zwischen technologischem Potential und gesellschaftlicher Zukunftsangst könnte kaum schärfer sein.

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