Organisation · Parteien & Organisationen 1996

Die 1987 von Scheich Ahmed Yassin als Ableger der Muslimbruderschaft gegründete Hamas verübte im Februar/März 1996 eine Serie von Selbstmordattentaten in Israel, bei denen rund 47 Menschen getötet wurden – auch als Vergeltung für die israelische Tötung des Bombenbauers Yahya Ayyash im Januar 1996. Die Anschläge trugen zur Wahlniederlage von Schimon Peres und zum Sieg Benjamin Netanjahus bei.
Die Hamas ist eine palästinensische sunnitisch-islamistische Organisation, die international von 41 Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Sie wurde im Dezember 1987 anlässlich der Ersten Intifada im Gazastreifen als regionaler Ableger der Muslimbruderschaft durch Scheich Ahmed Yassin und weitere Muslimbrüder gegründet. Als arabisches Akronym HAMAS steht der Name der Organisation auch für „Eifer“ bzw. „Glaubenseifer“. Die Hamas besteht aus einer politischen Partei, einer Hilfsorganisation und den paramilitärischen Izz-ad-Din-al-Qassam-Brigaden. Ihre gesamte Mitgliederzahl …